Familie Schäfer: eine lange Tradition des Verkaufens

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich in einem kleinen Teil des heutigen Kaufhauses Schäfer ein kleiner Laden, in dem der Spengler Thomas Schäfer Eimer, Gießkannen, Milchkannen und Ähnliches verkaufte. In den nächsten einhundert Jahren erweiterte sich das Sortiment auf Schmuck, Porzellan und Lebensmittel. Nach den harten Kriegsjahren des 20. Jahrhunderts, in denen das Haus unter anderem von Bomben zerstört wurde, vergrößerte der Vater des heutigen Besitzers Hansjörg Schäfer 1966-67 den Betrieb wesentlich: Aus dem Tante-Emma Laden wurde ein richtiges Geschäft. Wo vorher noch die Stube der Familie Schäfer war, wurden von nun an Lebensmittel, Bekleidung, Wolle, Garne, Spielwaren, Unterwäsche, Geschenksartikel, Papierwaren und Haushaltsartikel verkauft. Dieses Sortiment hat sich bis heute bewährt, ganz nach dem Motto „alles drin, c'è di tutto“.

Erst 30 Jahre später, im Jahre 1991, machten Hansjörg und Helga Schäfer durch einen großen Umbau das kleine Geschäft Schäfer zu einem richtigen Kaufhaus. Die Familie entschied sich, die Lebensmittel in das Untergeschoss zu verlegen und das Kaufhaus auf 3 Stöcke Verkaufsfläche zu erweitern. Im Erdgeschoss fanden Souvenirs, Papierwaren und Haushaltsartikel ihre Heimat, im oberen Geschoss wurden von nun an Kurzwaren, Wäsche und Spielwaren verkauft, eine Zeit lang gab es noch Bekleidung, die jedoch später aus dem Sortiment genommen wurde.

Im November 2007 ergab sich für die Familie Schäfer die einmalige Gelegenheit, das benachbarte „Hotel Innichen“ zu erwerben. Es war klar, dass das Geschäft vergrößert werden sollte: Was in den 90er Jahren noch riesig erschien, platzte – vor allem in der touristischen Hochsaison – aus allen Nähten. Nach einer fast dreijährigen Planungs- und Bauphase wurde das „Hotel Innichen“ mit dem „Schäfer“ verbunden und so entstand im Zentrum von der Ortschaft ein 1700 m² großes Kaufhaus, in dem eine lange Familientradition weitergelebt wird.